Proteste gegen A.N. Einlass in die UN

Liebe Freunde,

wie alle mittlerweile wissen, wird Ahmadinejad am 25. September bei der UN-Konferenz eine Rede halten. Wir sind die Stimme des iranischen Volks. Das iranische Volk hält Ahmadinejad nicht für seinen legitimen Präsidenten. Für diese Tage wurden 2 Demonstrationen geplant. Wir wollen am 23. und 24. September gegen Ahmadinejads Einlass in die UN protestieren.

Wir Heidelberger haben außerdem eine Filmvorführung am Sonntag, den 20. September um 17 Uhr im DAI, organisiert. Der Film, die grüne Tage (roozhaye sabz) von Hana Makhmalbaf, wird in persischer Sprache (Originalton) mit kurzgefassten Live-Übersetzung ins Deutsche ausgestrahlt.

Am Mittwoch, den 23. September, werden wir uns vor dem Schlossplatz in Stuttgart sammeln. Nicht nur die Heidelberger, sondern Demonstranten aus Karlsruhe, Tübingen und Stuttgart werden dabei sein. Wir fahren am Mittwoch um 16.30 von Heidelberg ab. Die Demo findet um 19 Uhr statt. Nach der Demo fahren wir zusammen nach Heidelberg zurück. Um den Bus zu bestellen, müssen wir wissen, wie viele Leute ungefähr kommen werden. Sie können sich entweder unter der Tel.N. 0176-78731729 anmelden, oder uns unter der E-Mail Adresse freeiran.heidelberg@gmail.com schreiben. Die Fahrt nach Stuttgart und zurück kostet 10 €.

Liebe Freunde, diese Proteste sind für die Zukunft des Irans und des iranischen Volks sehr wichtig. Wir wissen, dass es unter der Woche ist, und dass viele vielleicht bei der Arbeit sind. Nehmen Sie ein paar Stunden Urlaub. Halten Sie mit Ihrem Protest den Diktator den Atem. Das iranische Volk rechnet mit unserer Unterstützung. Machen Sie mit! Um den Bus zu bestellen, müssen wir wissen, wie viele Leute ungefähr kommen werden.

Danke vielmals und bis Sonntag.

Aktionsbündnis für Demokratie im Iran

ایمیلی از ایران

دوستان پيشنهاد کرده اند، مراسم احياى امسال را در کنار اوين برگزار کنيم. ۱۷ شهريور – سالگرد جمعه سياه – را به ياد کشته شدگان شنبه سياه و زندانيان در بند، همزمان با شب ضربت خوردن حضرت على (ع) پشت ديوارهاى اوين قرآن به سر گيريم و دعاى جوشن کبير بخوانيم. شبهاى بيست و يکم و بيست و سوم را نيز در کنار اوين و عزيزان در بندمان تا سحر به دعا و مناجات بپردازيم.

Ahmadinedschad per Hubschrauber ins Parlamentsgebäude!

Am Samstag hat die iranische Regierung einen Prozess gegen mehr als 100 Inhaftierte begonnen. Unter den Angeklagten sind auch prominente Politiker wie Mohammad Ali Abtahi (s. Bild), ein früherer Vizepräsident Irans. Ihnen werden „Aktivitäten gegen die Regierung“, „Staatsgefährdung“ und die „Anstiftung zu einer „Samtenen Revolution“ mit Hilfe ausländischer Elemente“ vorgeworfen. Die Anwälte vieler Angeklagter wurden zur Verhandlung nicht zugelassen, für reformorientierte Medien war sie ebenfalls komplett gesperrt Die Anklage stützte sich auf einen „Spion“, den die Regierung festgenommen habe und dessen Name aus „Sicherheitsgründen“ nicht genannt werden dürfe. Der angeklagte Abtahi „gestand“, dass es während der Wahl nicht zu Fälschungen gekommen sei und dass Rafsanjani, Khatami, Karroubi und Moussavi einen Pakt gegen Achmadinedschad geschlossen hätten.

Abtahis Ehefrau sagte, er sei zur Einnahme von psychoaktiven Medikamenten gezwungen worden, die ihn brechen sollten, damit er alles sagt, was von ihm verlangt wird. Der frühere Präsident Khatami kritisierte die Verhandlungen als verfassungswidrigen Schauprozess.

Am Montag Vormittag fand die offizielle Bestätigung des Präsidenten Achmadinedschad durch Ayatollah Ali Chamenei statt. Die ehemaligen Präsidenten Mohammed Chatami und Akbar Haschemi Rafsandschani, Vorsitzender des einflussreichen Expertenrats, blieben entgegen fester Regeln der Zeremonie fern. Vor vier Jahren noch hatte Chatami dem neu gewählten Ahmadinedschad in seiner Rolle als Amtsvorgänger der Tradition gemäß ein Schreiben des obersten Führers übergeben. Am Montag musste Chamenei diese Prozedur selbst vollziehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gab bekannt, sie wolle „angesichts der Begleitumstände der umstrittenen Wiederwahl“ Ahmadinedschads auf das übliche Glückwunschschreiben verzichten.

An der offiziellen Bestätigung Ahmadinedschads durch den iranischen Führer Ayatollah Ali Chamenei nahm am Montag allerdings auch ein deutscher Vertreter teil. Man habe nach enger Abstimmung mit den EU-Partnern einen niedrigrangigen Diplomaten geschickt, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Schweden schickte seinen Botschafter in Teheran, Magnus Wernstedt. Dieser erschien als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft auch zur Vereidigung Ahmadinedschads am Mittwoch vor dem iranischen Parlament.

Das Verhalten der EU steht in deutlichem Widerspruch zum harten Kurs, den Brüssel noch Anfang Juli verfolgt hatte. Damals wurde beschlossen, dass iranische Diplomaten vorerst keine Visa für die Einreise in die EU erhalten sollten. Ein formelles Einreiseverbot wurde geprüft. Die Bundesregierung und andere EU-Länder hatten dem Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte die Verfolgung iranischer Regimekritiker weitergehen. An der Zeremonie zur Bestätigung Ahmadinedschads nahm nun aber auch der Stellvertreter des britischen Botschafters in Teheran teil.

Trotz eines großen Aufgebots an Sicherheitskräften protestierten Tausende von Demonstranten am Montag in Teheran und in weiteren Städten gegen die Ernennung Ahmadinedschads.

Weitere Opfer:

 Heute wurde, wieder mal mit einer großen Verspätung, bestätigt, dass Mostafa Kiarostami, der während des Freitagsgebetes unter Rafsandjani, durch ein Schlagstock schwere Kopfverletzungen erlitten hatte, bereits am selben Abend verstorben ist.

Der 22 jährige Mostafa wurde direkt vor der Teheraner Universität (der ort der Freitagsgebete) durch ein Bassij-Angehöriger so hart auf dem Kopf getroffen, dass er nicht mehr genug Kraft hatte, nach Hause zu fahren. Er soll telefonisch um Unterstützung bei seiner Familie gebeten haben. Die Mutter hat ihn wohl noch in ein Krankenhaus einliefern können – wie es sich jedoch herausstellte, waren die inneren Blutungen zu stark.

Schockierende Meldungen von Alireza, einem zwölfjährigen Jungen, der am letzten Donnerstag am Behest Zahra getötet worden war, wurden nun bestätigt. Er hatte seinen Vater zur Trauerkundgebung für Neda und die anderen getöteten DemonstrantInnen begleitet und wurde von Sicherheitskräften durch Schläge auf den Kopf mit einem Schlagstock getötet. Sein Leichnam wurde vier Tage nach seinem Tod an seine Familie zurückgegeben. (Ich habe die Veröffentlichung seines Todes seit Montag zurückgehalten, da ich eine sichere Bestätigung dieses sehr ernsten Vorfalls haben wollte). Es gibt Berichte einer parlamentarischen Untersuchung der Umstände seines Todes

 

Aktionsbündnis für Demokratie im Iran – Heidelberg

freeiran.heidelberg@gmail.com

http://iranetehad.blogspot.com/

Aufruf zur Mahnwache gegen Ahmadinedschads Amtseinführung

Am 3. August hatte der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, den umstrittenen Wahlsieg Ahmadinedschads vom 12. Juni in einer offiziellen Zeremonie bestätigt. Wie die Nachrichtenagentur ISNA berichtete, soll Ahmadinedschad am Mittwoch, den 5. August, vereidigt werden.

 Die Präsidentschaftswahl war von Anfang an von Fälschungsvorwürfen der unterlegenen Oppositionskandidaten überschattet worden. Diese hatten in den Tagen nach dem 12. Juni zu Massenprotesten in Teheran und anderen Städten geführt. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kamen laut unbestätigten Angaben über 350 Menschen ums Leben, 2000 wurden festgenommen. Gegen 100 Angeklagte war am Samstag ein „Gerichtsverfahren“ eröffnet worden. Von einem Gerichtsverfahren kann keine Rede sein. Hier handelt es sich um ein Schauprozess.

Die Mehrheit des iranischen Volks akzeptiert diese Wahl nicht. Sie will freie Wahlen, Demokratie und ein Ende der Gewalt. Die Menschen nützen jede Möglichkeit, um ihrem Willen zur Freiheit und Gerechtigkeit Ausdruck zu verleihen.

 Wir nehmen die Ignoranz des iranischen Regimes, sein gewaltsames Vorgehen gegen das Volk und die Verhaftung zahlreicher Journalisten und Politiker zum Anlass und treffen uns am Freitag, den 7. August um 19 Uhr am Anatomiegarten in der Hauptstraße, um gegen die Unterdrückung des iranischen Volks zu protestieren und fordern die deutsche Regierung auf, die Legitimität der Machthaber im Iran nicht anzuerkennen.

 Wir rufen die in Heidelberg lebenden Iraner, deutsche und internationale Studenten und alle unsere Mitbürger auf, sich mit dem iranischen Volk zu solidarisieren und an dieser Mahnwache teilzunehmen.

 Aktionsbündnis für Demokratie im Iran – Heidelberg

فراخوان راهپیمایی در اعتراض به تنفیذ ا.ن.

دیدگاه:
فراخوان عظیم ترین راهپیمایی تاریخ

دوشنبه 12 مرداد – ساعت 6 تا 8 راهپیمایی از ونک تا میدان ولیعصر
چهارشنبه 14 مرداد  9 صبح  -   میدان بهارستان مقابل مجلس

ايران فقط تهران نيست ، تمام شهرهاي ايران بپا خيزيد. …
ايراني باغيرت يکبار ديگر حماسه بسازيم
هموطنان عزیز بهتر است دیگر دست از سر این اعترافات دروغین و ساختگی برداریم و به اطلاع رسانی گسترده و سریع برای دوشنبه 12 مرداد ماه بپردازیم. باور بفرمایید تمام این خیمه شب بازیها به خاطر این است که مردم را در کما فرو ببرند و اینها همه برگ آخر بازی کثیفشان است. مگر ما نمیدانستیم
 اگر این اقایان بدون شکنجه پی به اشتباهاتشون بردند و به رهبری ایمان اوردند ، چرا این روش های مهربانانه رو با بقیه اجرا نمی کنن تا همه متوجه اشتباهمون بشیم؟
تهران :ونک …… شيراز : فلکه گاز ( بلوار ارم – فلکه نمازي )…. مشهد : پارک ملت ( بلوار سجاد – فلکه احمد آباد)… اصفهان : سي و سه پل ( چهارراه نظر – ميدان فيض)… تبريز : چهارراه آبرسان (ميدان دانشسرا –ميدان قونقا )… گرگان : خيابان شاليکوبي ( بلوار ناهارخوران )… اهواز : چهارراه نادري ( زيتون کارمندي – فلکه سوم کيانپارس)… اروميه : ميدان مرکزي (آ خيابان خيام )… يزد : چهارراه دولت آباد ( ميدان اميرچخماق)… بندرعباس : مقابل مجتمع ستاره جنوب ( ميدان وليعصر)… رشت : سه راه حاجي آباد ( اول پارک شهر ، دوم ميدان لاکاني)… بوشهر : ميدان امام ( خيابان مطهري)… اراک : ميدان باغ ملي
( دروازه تهران)… کرمانشاه : ميدان جوانشير ( چهارراه جوانشير)… قم : ميدان سعيدي ( ميدان مطهري)… قزوين : ميدان آزادي (ميدان عارف قزويني)… اردبيل : چهارراه امام (آميدان آزادي)… همدان : ميدان امام (ميدان بوعلي)… ايلام : ميدان امام (چهارراه جمهوري)… کرمان : ميدان آزادي (ميدان باغ ملي)… خرم آباد : ميدان آزادي ( پارک شريعتي)… سنندج : ميدان اقبال ( پارک استقلال)… بيرجند : ميدان دوم رحيم آباد ( ميدان اول)… بجنورد : روبروي مجتمع ارم (چهارراه مخابرات)… ساري : سه راه قارن ( فلکه ساعت)… سمنان : ميدان معلم (ميدان مطهري)… ياسوج : ميدان هفت تير ( پارک چمران)… زاهدان : پاساژ
قائم ( ميدان آزادي)… زنجان : سبزه ميدان (حسينيه اعظم)… شهرکرد : ميدان فردوسي ( چهارراه بازار)… ما پيروزيم…..چون بيشماريم…….ما قدرتمنديم ….چون بسياريم………………… دوشنبه 12 مرداد – ساعت 6الي 8 راهپيمايي و پياده روي آرام از ميدان ونک تا ميدان وليعصر. چهارشنبه – 14 مرداد تجمع ميليوني بهارستان-مجلس

وقت کم است . سریعتر اطلاع رسانی کنید

Grüne Schriftrolle

Heidelberger grüne Schriftrolle bei Minute 1.36.

Weitere Bilder von der Gedächtnisfeier zum vierzigsten Todestag von Neda Agha-Soltan und anderen Opfer

Gestern Abend in Heidelberg

Zum vierzigsten Todestag Nedas haben wir eine Mahnwache in Heidelberg abgehalten. Zahreiche iranische und deutsche Bürger waren an diesem Abend wieder dabei. Unten 4 Bilder von der Aktion.

Die erstickte Stimme wurde zu einem schallenden Ruf durch die Finsternis!

“Dies ist unsere Freiheit

die richtigen Namen nennend

furchtlos

mit der kleinen Stimme

einander rufend

mit der kleinen Stimme

das Verschlingende beim Namen nennen

mit nichts als unserem Atem.”

 Hilde Domin, Salva nos, 2

 

Gedächtnisfeier zum vierzigsten Todestag von Neda Agha-Soltan

 

Ihr Tod machte sie zur Ikone des Protests. Die junge Iranerin liebte das Reisen und nahm Gesangsstunden. Neda Agha-Soltan wurde am 20. Juni durch den Pistolenschuss eines Bassij-Milizen getötet. Über die Zahl der Toten an diesem Tag gibt es keine zuverlässigen Informationen. Man befürchtet eine dreistellige Zahl ermordeter Demonstranten an diesem schwarzen Samstag. Am 19. Juni versuchte der höchste religiöse Führer Ayatollah Chamenei im Freitagsgebet den Demonstranten Angst einzujagen. Er warnte Demonstranten ernsthaft davor, weiter auf die Straße zu gehen. Dabei waren für Samstag Großdemonstrationen angekündigt.

Neda Agha-Soltan, eine 27-jährige Philosophiestudentin aus Teheran, war eine von den Demonstranten. Sie starb, nachdem sie von der Kugel eines Bassij-Milizen ins Herz getroffen wurde. Die Kugel ist wohl im Brustkorb der Frau explodiert, so dass sie in weniger als zwei Minuten tot war. Die Bilder der blutenden jungen Frau schockierten die ganze Welt. Ihr trauriger Tod vor den Augen der Welt hat sie zur Symbolfigur des Wiederstandkampfes im Iran gemacht.

Es gab kein Begräbnis, wie es einer Heldin zugestanden hätte: Als Neda Agha-Soltan am Sonntag, den 21. Juni, auf Teherans Behescht-Zahra-Friedhof beigesetzt wurde, gab es keine Predigt und keine Ansprache. Kein Imam feierte den üblichen Gottesdienst in einer Moschee, kein Verwandter pries ihre Verdienste zu Lebzeiten, wie es die Tradition verlangt. Familie und Freunde trauerten in Stille um die junge Frau. Ihre Eltern hatten ihren Vornamen gut gewählt: “Neda” ist das persische Wort für “Stimme”, aber auch für “Ruf”. Die erstickte Stimme wurde zu einem schallenden Ruf durch die Finsternis!

Arash Hejazi, studierter Mediziner, Autor und Freund von Schriftsteller Paulo Coelho ist der Mann, der vergeblich versuchte, Neda zu retten. Er sagt der Londoner „Times“: »Ich blickte sie an, Blut strömte aus ihrer Brust. Sie schaute auf die Wunde, legte die Hand darauf. Befremden stand in ihrem Gesicht. Dann verlor sie das Bewusstsein. Ich drückte auf die Wunde, um das Blut zu stoppen – aber da war nichts mehr zu machen. Sie sagte kein einziges Wort mehr. Sie starb in meinen Händen.«

Arash Hejazi, studierter Mediziner, Autor und Freund von Schriftsteller Paulo Coelho ist der Mann, der vergeblich versuchte, Neda zu retten. Er sagte der Londoner „Times“: »Ich blickte sie an, Blut strömte aus ihrer Brust. Sie schaute auf die Wunde, legte die Hand darauf. Befremden stand in ihrem Gesicht. Dann verlor sie das Bewusstsein. Ich drückte auf die Wunde, um das Blut zu stoppen – aber da war nichts mehr zu machen. Sie sagte kein einziges Wort mehr. Sie starb in meinen Händen.« Der Arzt sah auch Nedas Killer: »Ein starker Mann auf einem Motorrad. Ich hörte, wie er rief: ‚Ich wollte sie nicht töten‘.« Aus Furcht um sein Leben floh Hejazi aus dem Iran nach England. »Ich kann die Szenen nicht vergessen.« Sein einziger Trost: Neda starb nicht vergebens.

Meningitis, die häufigste Todesursache der Gefangenen

Im Iran wurde allein in dieser Wochen der Tod weiterer sechs Protestler bekannt gegeben.

Mohsen Rohul-Aminis Leiche wurde am 25. Juli zur Bestattung freigegeben. Sein Vater sagte, dass Mohsen gestorben sei, nachdem er schwer gefoltert wurde. Mohsens Vater zufolge sei sein Kinn gebrochen gewesen und nachdem er tagelang geblutet hätte, habe er Meningitis bekommen und sein als Folge davon gestorben.

Ramin Ghahremani wird durch eine Überwachungskamera einer Bank erkannt. Die Sicherheitskräfte klopfen wenig später an die Tür. Dort, weil sie Ramin nicht treffen, sagen sie der Mutter: Ihr Sohn muss mal bei uns vorbeischauen. Am Tag danach geht Ramin mit seiner Mutter zur Klärung. Dort wird er verhaftet. Drei Tage später wird er frei gelassen. Zwei Tage später stirbt er in den Armen seiner Mutter. Er soll gesagt haben, man hätte ihn drei Tage lang an den Füßen aufgehängt.

Amir Javadifar, ein verhafteter Demonstrant, starb in Evin. Es kann nicht bestätigt werden, ob er unter Folter starb. Seiner Familie wurde aufgefordert, seinen Leichnam am Sonntag abzuholen. Er war 24 und Student an der Qazvin’s Azad Universität.

Ramin Ramezani, ein iranischer Soldat, der sich im Urlaub befand, wurde am selben Tag wie Neda Agha Soltan durch drei Kugeln erschossen. Die Familie musste aber einen Monat lang nach ihm suchen, bis sie von seinem Tod erfuhr. Er wurde am 21. 07 unter strengster Überwachung und in aller Stille begraben.

Es gibt Berichte, dass zwei weitere Gefangene, Mojtaba Samenezhad und Amir Jalalie, unter der Folter im Evin-Gefängnis gestorben sind. Gestern wurde auch bekannt, dass zwei weitere Demonstranten, Hossein Akhtarzand in Esfahan und Saeed Abasi, im Juni schon auf der Straße erschossen wurden. Trauerfeiern durften nicht stattfinden.

Die Gefängnisse im Iran sind durch den explosionsartigen Anstieg von Gefangenen zu einer Brutstätte für Infektionskrankheiten geworden. Das Gesundheitsministerium berichtete in den letzten Tagen, dass mindestens 2000 Injektionen an Gefängnisse in allen Teilen des Irans geschickt wurden. Mindestens zwei Gefangene sind bisher in der Haft an Meningitis gestorben. Die Familien von Demonstranten, die gestorben oder schwer verletzt sind, nachdem sie in Evin gefoltert wurden, bekommen ihre Angehörigen oder ihre Leichen nur dann zurück, wenn sie sich verpflichten, keine Beschwerde gegen das Gefängnis einzureichen.

 

Aktionsbündnis für Demokratie im Iran – Heidelberg

Kontakt: freeiran.heidelberg@gmail.comhttp://iranetehad.blogspot.com

Bilder von Opfer der vergangenen Wochen